Donnerstag, 19. September 2013

1. Rotarycamp, Tango und nichts ist immer rosarot und glänzt!!

!Buenas noches!
Sorry, dass ich so lange nicht gepostet habe aber ich hatte eine ziemlich lange Woche.
Ich fange am besten ganz vorne an:
Am letzten Wochenende war ein Camp von Rotary für alle Austauschschüler hier in der Region von Santa Fé.

Ich habe Alexa, eine Freundin vom Hinflug, wiedergetroffen!!! Insgesamt waren wir so 30 oder 35 Schüler. 15 Inbounds (Austauschschüler aus der ganzen Welt) und 10 Outbounds (Argentinier die noch wegfliegen) waren dort. Außerdem auch Rotexer (Leute die schon auf einem Austausch waren) und Rotarymitglieder. Es war toll mit allen anderen Erfahrungen auszutauschen und auch über Probleme zu sprechen. Ich habe mit Alexa, meiner Gastschwester, einer anderen Deutschen und einer Belgierin in einem Bungalow geschlafen. Für einen Sprung in einen der zwei hauseigenen Pools war es leider zu kalt.
Wir haben viele Spiele gespielt und natürlich sehr viel gegessen. Als erstes Torta Frita:
Das ist ein Teigkeks mit viel Zucker und Salz.
Und dann Empanandas:
gefüllte Teigtaschen mit Fleisch oder Käse.
Am Abend mussten wir uns vorstellen. Ich kam als zweites dran und habe den Menschen erzählt, wo ich wohne, wo ich zur Schule gehe, was meine Hobbies sind und wer meine Familie ist. Das alles auf Spanisch, was hier Castellano heißt, zu erklären war eine kleine Herausforderung. Dennoch habe ich von allen positive Rückmeldungen bekommen.
In Nacht auf Sonntag haben wir dann draußen ein Feuer gemacht und uns alle herumgesetzt. Alexa und Ich haben viel gesungen und gelacht. Jedes Land (Dänemark, USA, Deutschland, Belgien sowie Österreich) hat ein Lied vorgetragen.
Die Meisten haben nur die Nationalhymne gesungen. Was macht Deutschland?
Deutschland hat am meisten Spaß und singt sowie tanzt die passenden Tänze:
Das rote Pferd, das Fliegerlied und die Nationalhymne.
Es war eine sehr kalte Nacht, daher mussten sich alle ein bisschen bewegen. Wir haben zusammen Cumbia getanzt. Das ist eine spezielle Lateinamerikansche Musikrichtung und ist so was ähnliches wie RnB.
Am nächsten Tag haben noch weitere Austauschschüler ihre Präsentationen gehalten und wir haben viele Pins für unsere Blazer ausgetauscht. Alle zwei Tage haben wir das typisch argentinische Getränk getrunken: Mate.
M'encanta Mate. (Ich liebe Mate)
Ich habe auch meine Probleme besprochen, da ich nicht sehr viel hier alleine machen kann.
Ich würde gerne mal Laufen gehen, aber dafür ist es zu gefährlich.
Ich würde gerne meine Freunde besuchen, dafür ist in der Woche keine Zeit.
Ich würde gerne Tennis spielen. Das ist zu teuer und auch ist da Training während ich Schule habe.
Ich würde auch gerne mal Feiern gehen. Da ich aber immer am Wochenende was vorhabe und auch meine Gasteltern da sehr kritisch gegen sind muss ich das ersteinmal zur Seite legen.
Während des Camps und auch während der einzelnen Präsentationen habe ich oft das Gefühl bekommen, dass ich nicht auf einer Ebene mit den anderen Austauschschülern bin. Viele leben in viel größeren Häusern, gehen auf bessere Schulen, machen die Aktivitäten die ich gerne machen würde und haben mehr Geld und können an allen Reisen teilnehmen, die von Rotary zur Verfügung gestellt werden.
Ich muss sagen: es ist nicht immer alles rosarot und glänzt. Auch ich vermisse meine Familie, Freunde, Schule, Lehrer, Sport und vor allem mein Orchester. Auch ich musste schon naja wenn ich an zuhause denke leicht weinen und mich zusammmenreißen.
Das Zusammenreißen und das Verbergen von Gefühlen oder Emotionen habe ich hier sehr schnell gelernt und musste es auch schon einige Male anwenden. Man kann nicht sagen: "Kannst du nicht richtig essen" oder "ich finde das ist ein schlechtes Verhalten von dir" oder "könnt ihr nicht mal den Fernseher ausmachen".
Dafür war auch das Camp super, weil jeder sich einfach auskotzen konnte ohne dass es jemanden gestört hat oder welche von der Familie da waren. das Beste war dass man dass in seiner Muttersprache machen konnte.
Ich fühle mich aber trotzdem alles in allem hier sehr wohl und genieße meine Zeit.
Am Dienstag bin ich mit meinem Gastvater zu seinem Restaurant gefahren. Es ist ein Restaurant wo man was bestellt und dann wieder geht. Sowas wie ein argentinischer Dönerladen. Nur dass da statt einem Dönerschneider ein riesiger und ich meine wirklich RIESIGER Grill steht. Das kann man auch nicht mehr Grill nennen.
MAL WIEDER NICHTS FÜR VEGANER ODER VEGETARIER!!!!!!!!!!




 

Mein Gastvater vor der Braseria. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit ihm zusammen dort die Gerichte vorzubereiten, über sein Hobbies zu reden und einfach mal zu sehen wo und vor allem als was er arbeitet. Es war im Laden so warm dass ich mit T-Shirt rumgelaufen bin.
Denn in letzter Zeit hat das sonnige und warme Wetter noch Sommerpause. Wir "frieren" hier bei um die 18 Grad und freuen uns alle auf den Sommer.
Gesternabend war ich das erste Mal beim Tangotanzen.
Es war sehr schwer und ist nicht mit dem deutschen Tango zu vergleichen. Dennoch hat es sehr viel Spaß gemacht.
Ich habe mit einem 50Jährigen getanzt. Er war so etwas wie ein zweiter Lehrer und kann richtig toll tanzen. Wir sind in dem ganzen Kurs so 5 Paare und ich bin mit Abstand und zwar sehr viel Abstand von 15 Jahren die Jüngste. Nach mir kommt unser Lehrerpaar. Zu dem Kurs werde ich jetzt jeden Mittwochabend hingehen.
Morgen verkleidet sich meine ganze Schule zu einem bestimmten Thema. Mein Kurs und ich natürlich auch werden als Piraten gehen. Fotos werden folgen. Wir haben dann nur die ersten beiden Stunden regulären Unterricht und den Rest, bis 18:00, Spaß.
Ich wünsche euch allen einen schönen Abend!!
!Chau!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen