Donnerstag, 5. Juni 2014

Etwas anderes

Ich sitze mal wieder in meinem Bett und denke über viele Dinge nach. Wieso ich dieses Jahr eigentlich machen wollte? Was mir das bringt und viel mehr was macht es aus mir?
In den letzten Wochen habe ich viel über die letzte Frage nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass mich dieses Jahr ändert!
Es ändert meine Sicht auf viele Dinge wie zum Beispiel die Bildung.
Ich dachte immer in Deutschland das was wir lernen ist erste Klasse und in keinem anderen Land würde man so gut lernen wie in der Heimat. Doch ich lag sehr falsch.
In Deutschland werden wir akademisch gelehrt. Zu mindestens in meiner Schule. Wir werden gelehrt wie man Formeln berechnet, eine chemische Formel erstellt etc.
Doch genau das lerne ich hier auch. Vielleicht in einer anderen Form und Sprache aber raus kommt das selbe.
Darüber hinaus habe ich aber viel über den Menschen gelernt und nicht immer die Dinge zu nehmen wie sie sind sondern nachzufragen, wie zum Beispiel:
Wieso Privatschule? Wieso kann man sich nicht die Haare färben oder Ohrringe und Armbänder tragen?
Die Menschen die hier auf Privatschulen gehen haben ein Privileg, da die Eltern oft viel bezahlen und öffentliche Bildung nicht der besten entspricht. In Argentinien haben die Privatschulen normalerweise eine bessere Bildung, wenn man die technischen Schulen außen vorhält. Jedoch lassen diese nicht viel Raum. Zumindest in dem Fall von meiner Schule:
Wir haben viele Regeln:
  • Man darf sich keine Haare färben
  • Rock bis zum Knie nicht höher
  • Haare immer zugebunden
  • keine Nasenpiercings
  • keine kurzen Hosen (Bermudas für die Jungs)
  • keine Armbänder die einen Club oder eine Firma bewerben
  • keine Turnschuhe.
Ich finde die Schuluniform gut, da man jeden Morgen weiß was ich anziehen muss und nie sich um Mobbing über Kleidung Gedanken machen muss. Jedoch möchte ich mich gerade hier auf die ethische Seite konzentrieren. Was ändert das gefärbte Haar an dem Schüler oder der Schülerin? Hindert es Ihn/sie daran zu lernen oder gibt es eine Studie in der es heißt Menschen mit nachgefärbten und naturellen Haar lernen besser und schneller?
Ich denke genau das Gegenteil. In dem Falle des gefärbten Haares bedeuten diese für mich Individualismus und Freiheit. Die Freiheit selber zu wählen wie man selber aussehen will und man sich der Gesellschaft vorstellt. All diese regeln und Verstöße sind doch eigentlich nur eine Behinderung der Schule an die Schüler nicht zu lernen. Nicht zu lernen selber Entscheidungen zu treffen und selber zu denken und sich die Grenzen selber setzen. Und dafür ist die Schule doch da oder? Den Schülern zu lehren und sie auf das Leben vorzubereiten! Die Schule ist so etwas wie die Qualifikationsphase um in der heutigen Gesellschaft zu überleben und akzeptiert zu werden.
Wir sind alle noch sehr jung aber ist nicht genau diese Zeit dazu da rebellisch zu sein, sich auszuprobieren, sich selber kennenzulernen?
Dieses Jahr gibt und gab mir die Möglichkeit mich kennenzulernen. Zu sehen wo ich stehen möchte mit was für Arten von Menschen ich klarkomme und mit welchen nicht.
Deutschland oder Argentinien haben nicht das beste Bildungssystem und werden es auch nie haben aber wir können dies genau ändern.
Dafür ist es doch: das kulturelle Austauschjahr, zum Frieden schließen, lernen und gelehrt werden, um Erfahrungen auszutauschen und einen kleinen Unterschied machen.
Und genau dafür bin ich hier:
Um einen kleinen Unterschied zu machen und meinen Fußabdruck zu hinterlassen, sodass die Menschen sich an mich, die große blonde Deutsche erinnern.
Das war's!

Mittwoch, 21. Mai 2014

Da bin ich wieder!

Ich habe die zwei besten Wochen meines ganzen Austausch hinter mir.
Vom 1. bis zum 14. Mai bin ich mit 48 anderen Austauschschülern in den Norden von Argentinien gereist.
Zu erst haben wir die Wasserfälle von Iguazú besucht die zu den Weltwudnern gehören und eifach nur zum staunen sind.
 
 
Diese Masse von Wasser zu sehen und vor allem zu hören hat uns allen die Sprache verschlagen. Dann sind wir auch noch in den Wasserfällen baden gegangen. Also wir sind alle mit Schwimmwesten in ein Boot gestiegen und sind unter die Wasserfälle gefahren. Das war ein toller Moment.
Danach sind wir noch weiter mit dem Bus nach Jujuy und Salta gefharen wo wir verscheidene Orte und Nationalparks besucht haben und ganz viele Lamapullis gekauft haben.
Wir haben insgesamt 5 Nächte im Bus geschlafen, da wir so viel reisen mussten. Das war ziemlich unbequem da es überhaupt keinen Platz und noch weniger Luft gab.
Hier Bilder damit ihr seht wo wir überall waren. In Mendoza haben wir zwei Weingebiete besucht und in Jujuy waren wir auf der Salzwüste. Das ist kein Schnee.
Danach sind wir ín ein Museum gefharen was die Kultur der ursprünglichen Bewohner und ihre Relation zur Natur darstellen.
Nicht alle Bilder sind von mir sondern sind von Freunden geliehen.
Bis denn
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Montag, 21. April 2014

Hier bin ich wieder!

Hallihallo!
So ich habe nach einer langen Woche endlich wieder Zeit gefunden einen Blog zu schreiben.
Letzte Woche habe ich meinen Geburtstag gefeiert. Am Montag kam meine deutsche Freundin Alexa aus dem nachbarort angereist. In der Nacht gab s eine Mondfinsternis, ich glaube so heißt es, bei dem der Mond rot wird, da die Sonne hinter ihn geht. Ich glaub so war das.
Auf jeden Fall haben wir die ersten Stunden meines Geburtstags draussen in der Kälte verbracht um de Mond anzugucken. Letztendlich sind wir dann doch irgendwann ins Bett gegangen, da der Mond eigentlich nur Orange aussah.
 Hier ist ein kleines Bildchen. So richtig gut kann man das nicht sehen
Am Mittwochabend bin ich dann mit Freunden in eine Bar gegangen um meinen Geburtstag noch nachzufeiern. Es hat mir super gefallen auch weil wir wenige Leute waren und einfach Spaß haben wollten.
Am Donnerstagmorgen bin ich dann mit meinen Gasteltern in ein nahegelegenes Dorf gefahren, wo wir dann das Osterwochenende verbracht haben. Dieser Papagei saß zufällig auf dem Motorrad des Nachbarn

 Die Nachmittage haben wir an dem Fluss verbracht. Etwas zu angeln gab es leider nicht.




Es war ein super Wochenende und ich habe es mit vollen Zügen genossen.
Seit fast 4 Wochen lebe ich in meiner letzten Familie und ich fühle mich super wohl. Es ist ein tolles Gefühl eine Familie und Freunde an dem anderen Ende zu haben!
Danke dafür an alle!
Gute Nacht

Freitag, 21. März 2014

Lange ists her!

Da bin ich wieder!
Nach vielen Wochen ohne Post ist es wieder Zeit einen zu schreiben.
Was in den letzten Wochen/Tagen passiert ist? Ich kann sagen sehr viel!
Zuerst habe ich nach meinen 3 monatige Ferien am 6. März wieder mit der Schule angefangen. Es ist ein großer Umstieg geworden die Mittagspause nicht schlafen zu können, die ich sonst tagtäglich zum entspannen genutzt habe.
Gerudert bin ich auch schon in den Ferien, jetzt aber jeden morgen um 7 aufzustehen um mich ins Boot zu setzen ist schon schwer. Wenn ich jedoch mein Ruderteam und unseren Lehrer sehe ist jede Müdigkeit vergessen. Wir sind alle zwischen 15 und 23 Jahre alt (der Profe: Pablo ist schon ne bisl älter) und verstehen uns blendend. Da wir uns jeden Tag sehen sind alle wie eine große Familie die der Sport verbindet.
Am 15. März habe ich an einer Konferenz von Rotary zu den Neuen Generationen teilgenommen. Dafür sind ganz 1600 Menschen aus Argentinien, Chile, Paraguay, Brasilien und Bolivien gekommen. Unter ihnen viele Austauschschüler und der Internationale Rotary Präsident aus den USA.
 Hier ein Bild von allen Teilnehmern. Der Mann in der mItte ganz vorne ist Ron Burton, der Präsident von Rotary International. Ich bin irgendwo in der Mitte.
Hier auf dem Bild ist die ganz Gruppe der Austauschschülern aus unserem Distrikt zu sehen. Wir haben alle die Blazer fast voll mit den ganzen Pins. Aber es lässt sich überall noch Platz für neue finden! Unten auf em Bild ist unser Tisch von den Konferenz zu sehen. Voll mit Essen natürlich :)
Am 6. März hat nun also meine Schule wieder angefangen und für meine Mitschüler ist es nun das letzte JAhr. Dafür haben wir uns T-Shirts und Jacken machen lassen. Das habt uns alle von den anderen Schülern ein bisschen ab, da sonst alle rot tragen. Auch habe ich angefangen bei heisssen TAgen, die immer noch vorkommen, den hübschen Schulrock zu tragen. Mit Jeans wurd emirr das zu warm.
Hier folgen noch weitere Bilder von der Konferenz.





Am Wochenende werde ich mit anderen Austauschschülern zu einem Camp 4 Stunden von hier fahren. Darauf freue ich mich schon die ganze Woche.
Ach ja am letzten Sonntag habe nun zum dritten und letztem Mal die Familie gewechselt. Zu Abschluss von meiner zweiten Familie habe ich ihnen ein kleinen Fotorahmen geschenkt damit sie etas neben Erinnerungen haben was an mich erinnert. Es war eine absurde Situation von der einen in die andere Familie zu gehen. In meiner neuen Familie sind meine Mutter sowie mein Vater Apotheker und jeder besitzt seine eigene. Ich bin das einzige Kind, da meine Eltern sehr jung sind. Also so um die 30 Jahre glaub ich.
So ganz viele grüße hier aus Santa Fé!