Dienstag, 18. Februar 2014

Karneval und Rudern

Hallihallo!
Ich muss zugeben, dass ich seit langem nichts mehr geschrieben habe. In den letzten Tagen hatte ich viel zu tun und auch hatte ich jedes Wochenende ein Event irgendwo.
Letzte Woche bin ich mit meiner Couselorin, ihrem Mann und einer deutschen Freundin nach Gualeguaychú gefahren. Die Stadt liegt 4 Stunden Autofahrt von Santa Fé entfernt. Dort haben wir in einem Hotel in der Stadt gewohnt.
Das ist die Stadt des argentinischen Karnevals wo jedes Wochenende von Jaunuar bis März die Sambaschulen um den Titel kämpfen.








Am abend haben wir dann erst einmal Zimtsterne gegessen.
Die Kostüme sahen umwerfend aus und alle 250 Teilnehmer jeder Gruppe konnten super tanzen. Jede Gruppe hatte 3 Lieder die wir alle schon nach 5 min hören auswendig konnten.
Es war ein super Wochenende.
 
Das letzet Wochenende hatte ich meine erste Regatta vom Rudern in der Nachbarstadt Paraná.
Zusammen mit einer Freundin sind wir im Zweierboot dritter von vier geworden. Im Einer bin 4 von 4 geworden.
Nach den beiden Rennen konnte ich meine Arme nicht mehr heben.
Danach musste ich noch auf dem örtlichen Folkorefestival in der Küche bis morgens um 3 helfen. Am Morgen war ich total fertig nur musste ich auch noch am Sonntagabend bis spät in die Nacht helfen, Hot Dogs zuzubereiten und essen zu servieren.
Das ist mein Ruderteam.
So das wars für diesen Eintrag ich schreibe bald (hoffentlich) wieder.
Chau!
 




Montag, 27. Januar 2014

Wochenende, Hunde etc.

Hola!
So das Wochenende ist vorbei und ich habe wieder Zeit einen Post zu schreiben. Leider bin ich seit Samstag ein bisschen erkältet und laufe deshalb die ganze Zeit mit einem Apfeltee rum. Gestern sind meine Gasteltern und ich zu einem Rotarymitglied, der in der Nähe lebt, gefahren und haben sort den ganze Tag verbracht. Ich schnappte mir ein Boot und habe den Fluss ein bisschen unsicher gemacht. Meine Kamera hatte ich mit nur die Speicherkarte hatte ich vergessen. Das ist mal wieder typisch ich.
Vorher haben wir noch selbstgekauften Fisch aus dem Steinofen gegessen. Es war echt super lecker und ich konnte endlich wieder Chimichurri essen. Das essen meine Counselorin und ihr Mann nicht. Chimichurri hört sich für euch schräg an. Es ist ein Gewürz und besteht aus Öl, Oregano, Pigmente, Knoblauch und noch irgendeinem Zeug, bei dem ich mir nie den Namen merken kann. Es ist super lecker und macht süchtig.
Ach ja und bevor ich es vergesse, die Rotarymitglieder haben 15 Hunde. Ich habe nur 4 Hunde gesehen
Danach sind wir mit einem kleinen Boot 5 Stunde auf dem Wasser gewesen und haben die pralle Sonne genossen.






 Die Landschaften und Tiere die hier ´leben sind echt umwerfend von kleinen Kolibris bis hin zu grossen, ich glaub die heissen, Störche sind hier alle möglichen Arten angesiedelt.
Ich darf euch neue Familienmitglieder vorstellen:
Hier haben wir Jacko. Meine kleine eher große Bestie.
 
Und hier haben wir Aira. Insgesamt hat meine Counselorin 4 Hunde.
So ab geht es Mittagspause machen.

Montag, 20. Januar 2014

Hochzeit, Rudern und Co.

Buenas!
So ich habe mein elektronisches Problem wieder hingekriegt und habe Zeit einen Post zu schreiben.
Seit Mittwoch lebe ich im Haus meiner Counselorin von Rotary, da meine zweite Gastfamilie für einen Monat in die Ferien fahren wird und mich leider nicht mitnehmen konnte.
Das Haus meiner neuen Unterkunft liegt 40 min ausserhalb von Santa Fé und hat zum Glück einen Pool. Wir haben hier noch bis April Sommer und Temperaturen bis zu 45 Grad. Ohne Pool ist das nicht auszuhalten. Und in jedem Haus arbeitet der Ventilator.
Am Freitagabend waren wir auf einer Hochzeit eines Cousins meiner Counselorin. Die Hochzeit fand Zivil in einem Dorf 2 Stunden von Santa Fé entfernt statt. Da sind wir abends hingefahren und morgens um 4 Uhr ging es wieder zurück nach Santa Fé. Jeder Deutsche hätte sich ein Hotel genommen. Argentinier nicht. Ich habe auf der Hin und Rückfahrt geschlafen, was nicht so nett war, da die Landstraßen hier echt im Eimer sind. Hier ist ein Foto von dem Standesamt, was ziemlich aus dem bestand, was man hier sieht. Die Standesbeamtin war ziemlich gelangweilt und hat alles heruntergelesen.
Bei der Feier danach haben wir dann, wie ich es erwartet habe, Fleisch gegessen. Typisch argentinisch. Auch gab es keine Musik, da das Brautpaar sich am nächsten Tag mit 3 Kindern im Gepäck und in einem VW Golf nach Brasilien aufgemachte.
In dem Dorf gab es auch keinen total schnuckeligen Fahrradstand. Es wurden ganze Fahrradständer eingehäkelt.
 Benutzt dein Fahrrad. In Argentinien kann man wegen der Sicherheit in den großen Städten nicht fahren aber in den kleineren Dörfern oder Städten hat jeder ein Fahrrad.
 Meine Counselorin hat 4 Hunde. Einen Labrador, zwei Mix und einen Doberman. Alle sind riesig und versuchen die 2 Katzen immer einen Schreck einzujagen. Zum schlafen hat sich diese Katze, ich habe keine Ahnung wie sie heisst, in die Tüte gelegt.
 Ach ja und hier zum Schluss noch meinen zweiten argentinischen Gastvater beim grillen.
Ich habe bei meiner weiten Familie und gerade auch bei meiner Counselorin einen Pool. Dies ist ein Privileg und auch nicht selbstverständlich. Einige Menschen hier leben mit grossen Familien in Hütten aus Müll und müssen betteln gehen oder haben keine Zukunft. Bildung ist teuer in Argentinien. Viele Eltern können es sich nicht leisten Kinder auf Privatschule zu schicken, die eine bessere und auch strukturierte Bildung im Gegensatz zu den öffentlichen Schulen bietet.
Diese Menschen werden auch von vielen Argentiniern hier als, ich muss mich für meine Worte entschuldigen, aber so ist nun mal die Übersetzung, Schwarze der Scheiße genannt. In echt sind diesen Schwarzen nachfahren der Ureinwohner Argentiniens und haben eine Hautfarbe ähnlich von Vollmilchschokolade.
 Ich kenne viele Leute die sagen, dass die Schwarzen schon früh Kinder bekommen um Geld von der Regierung zu bekommen und dann nicht arbeiten gehen sondern sich auf die faule Haut legen. Wenn man auf der Straße den "Schwarzen" begegnet, wurde uns immer gesagt, die Tasche fest zuhalten und am besten einen Bogen um die Menschen und um die Wohngebiete einen großen Bogen zu machen. In der Nacht ist es gefährlich ´mit dem Auto an den Slums vorbeizufahren oder an den Ampel bei rot zu halten.
Ja dies ist Rassismus und als ich das erste Mal dies gehört habe war ich geschockt, denn diese Menschen, die genauso sind wie wir alle werden als Müll angesehen und es wäre vielen lieber sie wären tot, als dass sie leben und ihnen das Leben schwer machen.
Ich wollte euch das hier schreiben, weil ich mich in den letzten Tagen viel damit beschäftigt habe und ich es euch gerne mitteilen wollte.
Rudern macht in letzter Zeit richtig viel Spaß. Von Montag bis Samstag trainieren wir jeden Tag. Von Laufen an der Küste bis zum Gewichte heben im Haus des Lehrers ist alles dabei. Dafür muss ich leider immer um 8 Uhr auf den Beinen sein, denn mittags wird es zu heiß um Sport zu machen.
Letzte Woche waren wir zum ersten Mal auf dem Wasser. Die Armbewegungen sind irre schwer zu koordinieren und ich konnte nach 2 Stunden meine Arme nicht mehr heben und auch meine Beine waren schwer zu bewegen. Wir haben ein 4. Boot mit dem wir jedes Wochenende üben und ich mir schon mehrere Blasen an den Händen geholt habe. Im Februar und März werde ich vielleicht ein Renne fahren. In welcher Konstellation und wann weiß ich noch nicht.
So für heute ist jetzt Schluss!
Hasta luego!

Dienstag, 14. Januar 2014

Kurze Info

¡Hola!
Ich muss mich entschuldigen, aber ich habe es nicht geschafft in der letzten Zeit zu schreiben. Daher bekommt ihr alle eine kleine Info, was ich alles gerade mache.
Die ferien gehen noch bis zu dem 6. Marz. Morgen werde ich zu meiner Counselorin wechseln, da meine Gastfamilie in die Ferien nach Nordamerika fahrt. Wenn sie zuruckkommen werde ich wieder zu ihnen wechseln.
Bei uns ist immer noch Sommer und das wird auch noch bis April so bleiben. Ich versuche hier in der Nachbarschaft ganz fruh morgens oder spat abends laufen zu gehen, weil man sonst nicht atmen kann. Nachmittags treffe ich mich mit Freunden oder schlafe die Mittagspause. Meine Familie sagt mir schon immer, dass ich sehr argentinisch bin, da ich jeden Nachmittag schlafe.
Ich kann leider wegen elektrischer Probleme auch keine Bilder hochladen, wodurch der Post auch langweilig wird.
Das war die kurze Info fur heute. Ich gehe jetzt in den Pool.
¡Hasta luego!

Samstag, 21. Dezember 2013

1. Familienwechsel und Weihnachten

¡Halo!
Ich sitze gerade in dem Ferienhaus meiner neuen Familie und geniesse das Wetter. Heute ist Sommeranfang. Wir haben hier täglich bis zu 35 Grad im Schatten und zum Glück einen grossen Pool.
Am Samstag vor einer Woche hat mich meine neue Gastfamilie bei meiner alten Gastfamilie abgeholt.  Ich hatte so richtig viel Gepäck mitzunehmen. Ich war hier gar nicht richtig einkaufen aber irgendwie ist mein Gepäck um das dreifache angeschwollen. Meine neue Gastfamilie besteht aus meinen Eltern, Sonia und Juan Carlos (aber alle nennen ihn Panchi), meiner 17-jährigen Gastschwester, und zwei älteren Gastgeschwister die schon aus dem Haus gezogen sind und Kinder haben.
Wir wohnen gerade in einem privaten Bereich außerhalb von Santa Fe, wo es kälter aber auch viel ruhiger ist.
Mein Gepäck. Ein bisschen mehr als erwartet.
Hier das Ferienhaus.
 Mein Platz für die Mittagspause: die Hängematte.

 Der Pool, der jeden Tag eifrig benutzt wird.
 Diesen kleinen Freund habe ich beim weihnachtsbaumschmucken gefunden.
 Unser Plastikweihnachtsbaum

 Mein neuer Hund: Floppy.

Die Sonne ist hier immer richtig stark und ich habe auch schon ein bisschen Farbe bekommen. Weihnachten werden wir hier in dem Ferienhaus mit der ganzen Familie verbringen. Wahrscheinlich kommen noch Verwandte vorbei und Freunde. 
Das Internet was wir hier benutzen ist das vom Nachbarn, daher kann ich nicht so oft was schreiben und auch ist es sehr langsam.
So mir ist jetzt hier drinnen zu warm ich mache jetzt Siesta.
Viele Grüße an alle und ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest.
Doro
(Entschuldigung aber die Tastatur auf diesem PC ist auf spanisch)

Montag, 9. Dezember 2013

Bald ist Weihnachten!

Hola!
Ich bin wieder zu Hause und habe Zeit mal etwas zu schreiben. Das letzte Wochenende habe ich in Humboldt, einem kleinem Örtchen circa eine Stunde Autofahrt von Santa Fé aus, verbracht. Ich habe dort eine deutsche Freundin Alexa, die ich vom Flug noch kenne und mit der ich mich super gut verstehe.
Langsam kommt Weihnachten ja näher, aber hier gibt es bisher keinen Weihnachtsschmuck. Schnee ist natürlich auch nirgendswo wiederzufinden. Ich vermisse ehrlich gesagt so ein bisschen das Weihnachtsgefühl, mit Apfelpunsch, Glühwein oder anderem auf dem Weihnachtsmarkt dick eingepackt stehen mit Schnee an der Hose.
Aber so Weihnachten mit Sonn im Pool ist auch nicht schlecht. Nur muss ich mich an die dolle Sonne gewöhnen , die mir immer wieder versucht einen Sonnenbrand zu verpassen. Am nächsten Donnerstag werde ich mit meinem Rotary Club den Club in Humboldt besuchen und am Sonntag werde ich dann zu ersten Mal meine Familie wechseln. Darüber berichte ich dann später.
 In letzter Zeit fahre ich oft mit dem Bus zum Rudern mit meinen Freunden und es ist immer wieder ein Abenteuer, da die Busse schon einige Jahre auf sich haben und ziemlich wackeln. Hier einmal ein Bus der neueren Version.
 Mit meinen Freunden treffe ich mich oft um ins Zentrum zu gehen und dann Eis zu essen, weil es irre heiß ist und es ohne Kühlung (Eis) nicht auszuhalten ist.
 Mit Alexa habe ich einen Abend Essen gemacht und das ist dabei rausgekommen:
Salat mit Tomate und Gurken mit
Nudeln mit Hackfleisch.
Es hat richtig lecker geschmeckt und es war auch gut mal wieder was typisch deutsches zu kochen.

 An den Nachmittagen haben wir uns dann in dem hauseigenem Pool von Alexas Eltern aufgehalten, was der Hammer war und auch superentspannend.
Dabei haben wir dann Terere (Mate mit Orangensaft) getrunken und über dies und jenes geschnackt.
 Hier ein anderes Bild eines argentinischen Buses auf dem Weg zum Rudern.
 Die Mutter von Alexa hat schon ein bisschen Schmuck für ihren Laden fertiggemacht.
 Der Weihnachts- (Plastik)baum meiner Gastfamilie.
Ich hoffe das bei dem Sturm keinem etwas passiert ist und ihr in Ruhe die Weihnachtszeit genießen könnt. Ich melde mich in den nächsten Tagen!
Hasta luego!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Regen, Asado, Handballtaufe und Co.

Hola!
Ich habe endlich wieder die Zeit gefunden euch zu schreiben, denn ich habe jetzt Ferien. Ja, seit gestern bis zum 6. März 2013 werde ich nicht mehr zur Schule gehen. Es ist echt. Ich schreibe hier kein quatsch: Ich habe 3 Monate Schul-/Sommerferien.
Mit meinem Jahrgang habe ich dass am letzten Schultag mit Feuerwerk und Papierschnipseln gefeiert, die wir in die Luft geschmissen haben.
 

Unsere Direktorin war jetzt nicht so erfreut und daher haben wir danach alle Müllabfuhr gespielt, um den ganzen Dreck wegzumachen.
Am Samstag hatte ich ein Turnier mit meiner Handballmannschaft. Dafür ging es wieder einmal mit dem Bus ins Nachbarstädtchen. Wir hatten zwei Partien. Irgendwie war es immer die gleiche Mannschaft, also zumindest hießen sie alle gleich, nur waren die einen unseren Alters und das andere Team im Durchschnitt 3 Jahre älter. Gewonnen haben wir trotzdem alles. Ich habe mehrere Tore geworfen und wurde von meinem Team immer gefeiert. Ich habe endlich einen Teamsport mit tollen Menschen und super viel Spaß. Nebenbei wurde ich noch getauft. Jeder der neu in das Team kommt wird getauft, dass ist hier irgendwie Tradition. Dabei wird einem auf dem Rücken rumgetrommelt, mit Wasser übergossen oder man wird angemalt. Ich sah danach den Umständen entsprechend aus.



 
 
 
So sieht unser Trikot aus! Auch ich habe ein Trikot mit meinem Namen und meiner Nummer drauf!
Heute hatte ich mit meinem Team von Rudern ein Grillmittag. Dabei gab es wieder einmal nichts für Vegetarier, sondern nur ganze Hühner auf dem Grill.
 
 
 
 
In der nächsten Woche werde ich wahrscheinlich eine Freundin in einem Dorf zu besuchen. Vielleicht kann ich darüber auch wieder was schreiben.
Heute ist ja der erste Advent nur spürt man davon hier überhaupt nichts. Da vermisst schon mal die Kälte und den Schnee, wenn man auf das Datum guckt. Mal gucken, ob ich es trotzdem schaffe Kekse oder einen Weihnachtskuchen zu backen. Ok wir haben hier ja jetzt Frühling, für mich ist es Sommer, da wird es ein bisschen schwieriger mich in die warme Küche zu begeben. Ohne Ventilator oder Klimaanlage geht nämlich gar nichts mehr.
In den Ferien werde ich versuchen mich bei dem Windsurfclub hier an der Küste anzumelden, um ein paar Runden auf dem Wasser drehen zu können. Das Problem, dass ich am Anfang nicht aus dem Haus kam, habe ich in dem Sinne gelöst, dass ich mir einfach Sportarten suche. Dadurch habe ich Aktivitäten und geplante Zeiten und außerdem lerne ich auch noch am leichtesten Leute kennen. Damit ist das gelöst.
Wo oder Wer meine zweite Familie ist weiß ich immer noch nicht, aber ich hoffe das klärt sich in den nächsten Tagen.
So ich mache jetzt noch Siesta!!
Hasta luego!